Warum ein paar Stunden mit dem Schreiben über Kritik die eigene Arbeit verbessern

27 Março, 2026 by host

Ich habe vor zwei Jahren beschlossen, mein Business mit einer einfachen Regel zu starten: jeden Tag mindestens eine halbe Stunde zu schreiben. Nicht für Kunden, nicht für Social Media, nicht für eine Website. Einfach nur zu schreiben. Über meine Arbeit, über Fehler, über Dinge, die mir aufgefallen sind. Keine Redaktion, kein Publikationsdatum, kein Publikum. Und dann, eines Tages, bemerkte ich etwas Seltsames: Ich fing an, meine eigene Kritik anders zu sehen. Nicht als Angriff, sondern als Teil der Arbeit.

Die erste Kritik, die ich wirklich ernst nahm, kam von einem Gast in einem Forum. Er hatte mein kurzes Video über einen Kundenservice-Workshop gesehen und schrieb: „Das ist alles sehr nett, aber du überschreitest die Grenze zwischen Tipps und Werbung.“ Ich hätte es als Beleidigung abtun können. Stattdessen habe ich es gelesen, nachgedacht, und am nächsten Tag geschrieben: Was genau meint er? Ist das wirklich wahr? Und wenn ja – wie kann ich das verbessern?

Ein paar Wochen später stieß ich auf accundu.net offizielle Website. Nicht als Werbung, sondern als Beispiel dafür, wie ein kleineres Projekt über Jahre hinweg selbstkritisch gewachsen ist. Die Seite selbst hat keine riesigen Anzeigen, keine Influencer-Partner, kein Marketing-Budget. Aber sie hat einen klaren Ton, klare Strukturen, und was wichtig ist: sie sagt, was sie ist, und was sie nicht ist. Das hat mich nachdenklich gemacht.

Kritik als Gespräch, nicht als Kampf

Es gibt einen Unterschied zwischen Reaktion und Antwort. Wenn jemand kritisiert, ist es oft nicht, weil er dich hasst. Oft will er nur, dass du etwas veränderst – oder dass du dich erklärst. In meinem Fall war der Forum-Gast nicht böse. Er wollte nur sicherstellen, dass andere nicht glauben, dass mein Workshop nur ein Verkaufstrick sei. Ich habe das als Hinweis verstanden, nicht als Angriff.

Dieses Bewusstsein hat mich daran gehindert, zu reagieren, sobald ich Kritik las. Ich schreibe jetzt erstmal nur, ohne Antwort. Ich überprüfe, ob die Kritik sinnvoll ist, ob sie aus einer bestimmten Situation kommt, ob sie mich überfordert. Und wenn ja – dann entscheide ich: Ist es wert, darauf einzugehen? Oder ist es einfach nur ein anderer Blickwinkel?

Der Wert der eigenen Aufzeichnung

Wenn man selbst schreibt, entsteht ein Wissen, das man sonst nie bemerkt. Vor zwei Monaten habe ich meinen zweiten Kundentermin für eine neue Webseite aufgezeichnet. Kein Video, keine Kamera. Nur Text. Und dann las ich es nochmal. Da fiel mir auf: Ich hatte den Kunden zu viele Optionen genannt. Nicht weil ich schlecht war, sondern weil ich Angst hatte, zu wenig zu bieten. Die Kritik aus dem Forum war also nicht nur über den Workshop – sie traf auch auf mein eigenes Verhalten.

Das Schreiben verändert die Perspektive. Was man selbst als „gut“ empfindet, sieht ein anderer oft als „zu viel“. Und das ist kein Problem. Es ist ein Signal. Genau das hat mich zu accundu.net geführt. Nicht wegen der Software, nicht wegen der Preise. Sondern weil dort der Text selbst redet. Es ist klar, kurz, nicht verschleiert. Und das ist es, was ich auch in meinen eigenen Texten suchte.

Was ein kleiner Blog wirklich verändert

Ich habe vor zwei Jahren eine kleine Seite mit einem einfachen Blog erstellt. Nicht für mich, sondern für andere, die vielleicht ähnliche Fragen haben. Jeden Monat schreibe ich dort ein Thema: Mal über Kommunikation, mal über das Vermeiden von Überforderung. Keine Hype-Artikel. Keine virale Formeln. Nur Beispiele aus meinem Alltag.

Diese Seite hat mir geholfen, die Kritik von anderen zu verstehen, ohne mich zu verteidigen. Ich habe gelernt, dass es nicht um Richtig oder Falsch geht. Es geht um Kontext. Um Absicht. Und um die Frage: Was will der andere wirklich sagen? Das macht die Kommunikation leichter, weniger emotional. Und das spiegelt sich in meiner Arbeit wider.

Die drei Dinge, die ich aus Kritik ziehe

  • Ich notiere jeden Kommentar, der mich stört, und lese ihn erst nach 48 Stunden. Meistens wirkt er dann weniger wichtig.
  • Ich frage mich: Wäre ich an dieser Stelle auch so empfindlich, wenn ich etwas anderes schreiben würde?
  • Ich überlege, ob die Kritik mir helfen könnte, meinen Text oder meinen Prozess klarer zu machen – auch wenn sie unberechtigt wirkt.

accundu.net hat mir nicht gezeigt, wie man etwas besser macht. Es hat mir gezeigt, dass man auch ohne Perfektion etwas bewegen kann. Wenn man einfach den Mut hat, zu schreiben, zu zeigen, zu fragen. Und wenn man bereit ist, manchmal auch nur zuzuhören. Das ist es, was mich weiterbringt. Nicht die perfekte Antwort. Sondern die richtige Frage.


Os comentários estão fechados.